Tidenhub

Der Tidenhub ist der vertikale Unterschied zwischen dem Scheitelpegel und dem untersten Pegelstand, bei dem eine Technologie genutzt wird, die der Erzeugung von Wasserkraft mit einem Damm oder einer Staustufe ähnelt, um eine große Wassermenge zu stauen.

Der Unterschied zwischen der Tidenhöhe innerhalb und außerhalb des Stauraums bewirkt, dass Wasser von einer Seite zur anderen abgeleitet wird. Das Wasser wird durch Turbinen im Inneren der Konstruktion geleitet, wodurch Energie erzeugt wird.

Da Gezeitenkraftwerke nicht von Wetterbedingungen, sondern ausschließlich von den bekannten Zyklen von Mond, Sonne und Erde beeinflusst werden, ist diese Form der Stromerzeugung vollständig vorhersagbar.

Für die kommerzielle Stromerzeugung gibt es weltweit nur 50 Standorte in 5 Regionen mit einem ausreichend hohen Tidenhub. Hier sind einige Beispiele:

  • Bay of Fundy, Kanada
  • Bristolkanal und Cardiff Bay, Großbritannien
  • Normandie, Frankreich
  • Magellanstraße, Argentinien und Chile
  • Cook Inlet, Alaska, USA
  • Penschinabusen, Kamtschatka, Russland

Das Gezeitenkraftwerksprojekt MeyGen in Schottland ragt unter den wenigen großen in der Entwicklung befindlichen Gezeitenkraftwerksprojekten heraus.