Sandvik 4C54 Hochtemperatur-Edelstahl

Sandvik 4C54 ist ein ferritischer, rostfreier Chromstahl für den Einsatz in Hochtemperaturanwendungen wie Rekuperatoren in der metallurgischen sowie der Glasbranche und Thermoelement-Schutzrohren.

Die Sorte eignet sich besonders für schwefelhaltige Rauchgasatmosphären und kann je nach Betriebsparametern und Anwendung bei Temperaturen bis 1100 °C (2010 °F) eingesetzt werden. Die ferritische Struktur von Sandvik 4C54 verleiht dem Werkstoff auch eine gute Beständigkeit gegen extrem korrosive Metallschmelzen wie Kupfer, Zinn und Blei.

Äußerst gute Beständigkeit gegen reduzierende schwefelhaltige Gase

Die im Vergleich zu austenitischen Edelstählen äußerst gute Beständigkeit gegen reduzierende sulfidierende Gase und Salze ist auf den hohen Chromgehalt und die Nickelfreiheit zurückzuführen. Darüber hinaus weist Sandvik 4C54 eine hervorragende Beständigkeit gegenüber isothermer und zyklischer Oxidation in der Luft auf.

Hauptmerkmale von Sandvik 4C54

  • Äußerst gute Beständigkeit gegen reduzierende schwefelhaltige Verbrennungsgase
  • Sehr gute Oxidationsbeständigkeit in der Luft
  • Gute allgemeine Beständigkeit gegenüber Öl-Asche-Korrosion
  • Gute Beständigkeit gegen geschmolzenes Kupfer, Blei und Zinn

Kurzes Fallbeispiel

Ein großer deutscher Stahlhersteller wollte bestehende niedriglegierte Rekuperatorrohre auf einen Werkstoff mit längerer Lebensdauer umstellen. Die Rohre mussten Temperaturen bis zu 1000 °C (1832 °F) in einer schwefelreichen* Atmosphäre standhalten.

Die Werkstoffspezialisten von Sandvik empfahlen Sandvik 4C54, und im Jahr 2008 installierte das deutsche Unternehmen 2000 Meter der hochtemperaturbeständigen Rohre von Sandvik in einem der Rekuperatoren. Die Rohre sind nun seit 3,5 Jahren (Stand 2012) ohne Probleme und Produktionsausfälle im Einsatz. Dies ist bereits doppelt so lang wie die bisherigen niedriglegierten Rohre.

* Die Verbrennungsgase bestanden aus 3 % O2, 12 % CO2, 6 % H2O, verschmutzt mit 1500–2000 mg SO2. Die maximale Verbrennungstemperatur am Auslass betrug 1000 °C (1832 °F) und die maximale Wandtemperatur der Rohre 850 °C (1562 °F).

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